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Webac Gesellschaft für Maschinenbau mbH
Webaclogo
Rechtsform GmbH
Gründung 1963
Sitz Euskirchen
Leitung

Jürgen Rixen, Heinrich Richard Kairies

Branche Maschinenbau / Verfahrentechnik
Website

http://www.webac-gmbh.de/

Die Webac (Westin & Backlund) GmbH ist ein deutsches Maschinenbau-Unternehmen und Hersteller von verschiedenen Gießereimaschinen in Euskirchen - Nordrhein-Westfalen.

Die Produktpalette umfasst Formsandaufbereitungsanlagen, Kernsandaufbereitungsanlagen, Durchlaufmischer, Sandumhüllungsanlagen, Sandregenerierungsanlagen und Proppants.


GeschichteBearbeiten

1931 wurde in Skandinavien die Firma AB Westin & Backlund gegründet, mit dem Ziel Gießereimaschinen auf dem skandinavischem Markt zu verkaufen. Mit wachsender Nachfrage wurde 1963 die Tochterfirma „Webac Gesellschaft für Maschinenbau mbH“ in Euskirchen (Deutschland) gegründet, welche als selbstständiges Unternehmen mit eigener Konstruktion, Fertigung und Vertrieb gebaut wurde. In den folgenden Jahrzenten konnte das Unternehmen ihre Umsatzzahlen stark erhöhen und somit in Europa und Übersee, im Maschinenbau und der Guss Technik  etablieren.

Die Gründerfamilien zogen sich zurück, sodass sich die Webac Gesellschaft für Maschinenbau mbH derzeit vollständig im Besitz der Webac Holding AG (München, Deutschland) befindet. 

1993 wurde die Firma Michel übernommen, was eine nennenswerte Marktstärkung im Bereich der Kernsandaufbereitung und Begasungstechnik bewirkte. Unterstützt wurde dies durch die Übernahme der Firma KGT im Jahr 1995. Neben mit Wissen um die Sandaufbereitung wurden zu der Zeit auch Fortschritte im Bereich Sandregenerierung gemacht.

Für Schmelzbetriebe bietet Webac GmbH mittlerweile auch Legierungsmitteldosiereinrichtungen an.

Die über die Jahre gesammelten Erfahrungen machen es der Webac GmbH schließlich möglich, die komplette Planung von Gießereien durchführen zu können.

Seit 2002 ist das Maschinenbau Unternehmen nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert. Somit wird dokumentiert, dass die nötigen Qualitätsstandards eingehalten werden.



ProdukteBearbeiten

Das Maschinenbauunternehmen konstruiert und baut Maschinen für die Gussbranche.


FormsandaufbereitungsanlagenBearbeiten

Sandaufbereitungsanlage

Die Sandaufbereitung dient der:


  • Bereitstellung der erforderlichen Sandmenge
  • Aussiebung der Knollen und metallischen Verunreinigungen
  • Homogenisierung des Altsandes
  • Auffrischung des Sandes entsprechend der Belastung durch den Gießprozess
  • Exakte Zugabe von Neusand, Bentonit, Kohlenstaub und Filterstaub, sowie der Zugabe von Wasser zum Kühlen und Befeuchten

Die Anlagen bestehen aus folgenden Komponenten

  1. Polygonsieb
    Schema
  2. Zwischenbunker
  3. Durchlaufkühler WASK oder Chargenkühler WAC
  4. Becherwerk
  5. Altsandbunker
  6. Neusandbunker
  7. Zuschlagstoffbevorratung
  8. Bindemittelwaage-/Injektion
  9. Speedmullor (verschiedene Größen und Typen)
  10. Schaltschrank

Der Sand wird zu Formsand verarbeitet, welcher dann für Gussformen genutzt wird.

KernsandaufbereitungsanlagenBearbeiten

Das Unternehmen bietet verschiedene Kernsandmischer Typen an.

Während des Mischvorganges läuft der Sand über die Mischflügel an der Mischerhalbkugel hoch und wird in eine Wellenbewegung versetzt. Gleichzeitig erhält der Sand einen Drallimpuls. Die Überlagerung dieser Bewegungen sorgen für eine intensive Durchmischung. Das Resultat ist ein mit hoher Effizienz durchmischter, homogener Kernsand.

Die langen Standzeiten der eingesetzten Teile und die Form des Mischraumes führen zu einer betriebssicheren Produktion bei minimalem Wartungs- und Reinigungs-aufwand.


DurchlaufmischerBearbeiten

Neben dem Bereich der tongebundenen Sande bilden die organischen Kaltharzverfahren einen wichtigen Bereich in der Gießerei. Bei über 80% der im Kaltharzverfahren hergestellten Formen und Kerne wird Furanharz als Binder verwendet. Das Kaltharzverfahren wird bevorzugt für mittlere und große Gußstücke bis zu 5 t Stückgewicht und mehr eingesetzt. In der Kernfertigung werden überwiegend Kerne von ca. 50 - 10.000 kg nach diesem Verfahren hergestellt. Als Sandmischer kommen Durchlaufmischer zum Einsatz. Die Mischerleistung ergibt sich daraus, dass zwar überwiegend Einzelformen und -kerne hergestellt werden, diese aber im Vergleich zu Formen aus Betonitsand deutlich größer sind.

Durchlaufmischer

Schematische Darstellung eines Durchlaufmischers

Die Wirtschaftlichkeit dieses Verfahrens wird weiterhin durch die einfache Regenerierbarkeit der Furansande und deren erneuter Einsatz im Formprozess unterstützt. Mit Webac -Durchlaufmischern und Webac - Regenerieranlagen kann ein einfacher Sandkreislauf aufgebaut werden.

Für die Dosierung von Härtern (Säuren) setzen wir Schlauchpumpen ein. Speziell die mit der aggressiven Säure in Berührung kommenden Pumpenteile sind einem hohen Verschleiß unterworfen. Ohne große Kosten können die Pumpenschläuche gewechselt werden, wodurch eine lange Haltbarkeit der Dosierpumpen sichergestellt ist.

In Abhängigkeit von den Mischeranforderungen bieten wir 1-, 2- oder 3-Wellenmischer an. Allen unseren Mischern ist gemein, dass sie eine möglichst lange Mischzone besitzen. Die Mischwellendrehzahl ist auf eine optimale Durchmischung des Sandes mit den Binderkomponenten ausgelegt, wobei die schonenden Behandlung des Sandes berücksichtigt wird. Da die Mischwelle mit einer vergleichbar niedrigen Drehzahl arbeitet, wird gleichzeitig auch der Verschleiß der Mischmulde und der Mischpaddel reduziert. 

Die Mischer können als:


  • stationäre Mischer
  • stationäre Mischer mit zusätzlichem Schwenkarm
  • fahrbare Mischer schienengebunden
  • oderfahrbare Mischer in Portalausführung

gebaut werden.

SandregenerierungBearbeiten

Seit mehr als 20 Jah
Regenerierung Schema
ren werden Sand-Regenerierungen unter dem Namen KGT verkauft. Nach der Übernahme durch die Webac wurde dieses Know-how erfolgreich weiter entwickelt und bietet heute den Gießereien eine ökologisch wie ökonomisch sinnvolle Möglichkeit, Gießereisande mehrfach zu nutzen. Gießereisand im Kreislauf zu fahren, bedeutet Reduzierung des Neusandbedarfs, der Hilfsstoffe und der zu deponierenden Altsandmengen.


Die modernen Steuerungssysteme garantieren einen vollautomatischen Betrieb der Regenerieranlagen mit einer für die Qualitätsüberwachung wichtigen Protokollierung aller relevanten Prozessdaten. Die Steuerungen stellen nicht nur einen weitgehend bedienungsfreien Betrieb sicher, sondern auch eine gleichbleibend gute Regeneratqualität.


Funktionsweise: Der Altsand, welcher in einem Bunker gelagert ist, wird zerkleinert und in einen Ofen geleitet, wo die organischen Bindemittel im Sand verbrannt werden. Schließlich kühlt ihn der Kühler auf ca. 30° ab. Der Altsand ist nun soweit regeneriert, dass er qualitativ mit Neusand zu vergleichen ist.

SandumhüllungsanlagenBearbeiten

Vorgang:

Zunächst wird der Rohsand im Sanderhitzer auf die exakte Prozesstemperatur erwärmt. Der Sanderhitzer arbeitet dabei im Takt mit den Mischern. So erreicht der Sand seine Verarbeitungstemperatur, sobald der Mischer

Sandumhüllung
für die Aufnahme einer neuen Charge bereit ist.

Sande und Harze werden in den Mischer eingebracht und innerhalb weniger Sekunden gleichmäßig vermischt. Während dieses Vorganges nimmt das Harz Wärme vom Sand auf und beginnt zu schmelzen. Bei der Schmelzumhüllung wird eine gleichmäßige Harzhülle auf jedes einzelne Sandkorn aufgetragen. Anschließend wird als Härter in Wasser gelöstes Hexamethylentetramin oder bei der Verwendung von Flüssigharzen Calciumstearat zugegeben. Zur Kühlung kann Luft durch das Sandbett geblasen werden. Entsprechend des Kühlbedarfes kann zusätzlich reines Wasser – dosiert über einen Wasserzähler – in den Mischer gegeben werden. Durch die sofort einsetzende Verdampfung des Wassers erfolgt eine schnelle Abkühlung des Sandes, wodurch unerwünschte Reaktionen von Harz und Härter vermieden werden. Bevor der Sand den Mischer verlässt, wird automatisch Calciumstearat entsprechend der gewählten Rezeptur dem Sand beigemengt. Hierdurch wird die Fließfähigkeit des Sandes erhöht.

Nachdem der eigentliche Umhüllungsprozess im Mischer beendet ist, wird die Sandcharge auf das Kreisschwingsieb entleert. Vorhandene Sandknollen werden bis auf Sandkorngröße verkleinert und der Sand in den Fließbettkühler geleitet. Im Fließbettkühler wird der umhüllte Sand letztendlich auf Lagertemperatur heruntergekühlt. Je nach Bedarf ist es möglich ein Feinsieb nachzuschalten.

ProppantsBearbeiten

Webac konzipiert Maschinen, die Sand- und Keramikproppant mischen können, welche umweltfreundlich sind. Außerdem baut das Unternehmen Geräte, die es möglich machen, mit verschiedenen Mischungen zu experementieren. Das Prinzip beruht auf der Sandumhüllung.

StandorteBearbeiten

  1. Stammhaus in Euskirchen
  2. Fertigung für Kernsandanlagen in Radofzell am Bodensee
  3. Webac S.R.O. in Pribram (Tschechische Republik) als Lieferant für Stahlbaukomponenten
  4. Webac Maskin in Stockholm als Verkaufsniederlassung für den skandinavischen Raum


ForschungBearbeiten

Die Webac Gesellschaft für Maschinenbau mbH hat ihre eigene Forschungsabteilung mit folgenden Zielen:

  • "Entwicklung von Verfahren zur schadstofffreien Herstellung von stabilen, umhüllten, staubfreien und recyclebaren Partikeln bei niedrigem Energie- und Rohstoffeinsatz"
  • "Verbesserung der ressourcen- und energieintensiven Wertschöpfungskette zur Herstellung von stabilen, umhüllten, staubfreien und recyclebaren Partikeln für Form- und Kernstoffe in der Gießereiindustrie"

Für die Forschung wurde ein Labor gegründet, welches zwei Anlagen im Laborstil beeinhaltet. Dort werden die Versuche durchgeführt

Im Bereich Formsandaufbereitung und Kernsandaufbereitung gibt es schon nennenswerte Ergebnisse. Weitere Forschungsgebiete wie Sandumhüllung oder Sandregenerierung sollen folgen. Webac hat so einen Weg gefunden, die Produktpalette noch weiter zu verbessern und effizienter zu gestallten.

Für Forschung wurden zwei Förderanträge gestellt, die derzeit geprüft werden.

WeblinksBearbeiten

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