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Hünersdorff GmbH
Rechtsform
Sitz
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Die Hünersdorff GmbH ist ein deutsches Unternehmen der kunststoffverarbeitenden Branche mit Sitz in Ludwigsburg, Baden-Württemberg. hünersdorff gilt als einer der führenden Betriebe seiner Art und ist Europas größter Hersteller von Kraftstoffkanistern. Gegründet wurde die hünersdorff GmbH 1829 unter dem Firmennamen Bührer. Das Unternehmen beschäftigt heute mehr als 120 Mitarbeiter. Kontinuierlich investiert die Firma in neue Verfahrenstechniken und Produkt-Neuentwicklungen. Das Ergebnis sind innovative Kunststoffartikel, die weltweit und in einer Vielzahl von Arbeitsbereichen Verwendung finden, darunter in Werkstätten, Haushalt und Laboren. Darüber hinaus beliefert die hünersdorff GmbH andere verarbeitende Unternehmen mit Zubehörteilen für deren Produkte.

Geschichte Bearbeiten

1829 bis 1929 Bearbeiten

1829 gründet der Ludwigsburger Unternehmer und Kupferschmied Friedrich Bührer die Vorläuferfirma der hünersdorff GmbH. Der Betrieb trägt damals noch den Namen des Firmengründers. Aus Kupfer und anderen Metallen werden Haushaltsartikel und Einrichtungsgegenstände u.a. für Schiffsküchen hergestellt. Zu den Abnehmern gehört auch die deutsche Handelsflotte.

Während des Ersten Weltkriegs vergrößert sich das Unternehmen erstmals. Das kontinuierliche Wachstum hat zur Folge, dass die bestehenden Gebäude in der Myliusstraße zu klein geworden sind. So zog die Firma 1916 in die Eisenbahnstraße um, wo sie noch heute angesiedelt ist. Eine weitere einschneidende Entwicklung folgt 1927, als die Firma Bührer von Familie Schiemann übernommen wird, die die Produktpalette rasch ausweitet: Sehr bald produziert der Betrieb nicht mehr nur Haushaltsgeräte, sondern auch Haushaltsmaschinen. Hierfür werden hohe Summen in moderne maschinelle Fertigungsmethoden investiert. Der Entschluss, die Produktpalette zu erweitern, wird in Zeiten der Weltwirtschaftskrise belohnt. Während andere Betriebe mangels Nachfrage schließen müssen, übersteht Bührer die schweren Zeiten den Umständen entsprechend gut.

1929, exakt 100 Jahre nach Gründung der Firma Bührer erreicht der Betrieb einen weiteren Meilenstein. Im ersten ganz schlimmen Jahr der Weltwirtschaftskrise ist die Unternehmerfamilie Schiemann finanziell so gut aufgestellt, um mit der Firma R. von Hünersdorff aus Stuttgart den zu dieser Zeit größten Konkurrenten zu übernehmen. In der Folge entscheiden die Inhaber, den Namen der Firma in Hünersdorff-Bührer abzuändern.

Der Eintritt ins Plastik-Zeitalter Bearbeiten

In den Folgejahren bleibt das Unternehmen erfolgreich wie eh und je. Es werden neue Gebäude gekauft und somit die Produktionskapazitäten ausgeweitet.

Doch der Erfolg hat seinen Preis. Je schneller die Welt auf einen globalen Krieg hinsteuert und die Nationen ihre Waffenarsenale auffüllen, umso knapper werden Metalle als Rohstoff zur Herstellung industrieller Güter. Hinzu kommt, dass der Produktionsumfang von Hünersdorff-Bührer immer größer wird und der Betrieb Probleme hat, die Materialversorgung zu sichern. Als eines der ersten Unternehmen in Deutschland verlegt sich Hünersdorff-Bührer deshalb auf die Verarbeitung thermoplastischer Kunststoffe. Die Rohstoffe hierfür sind im eigenen Land erhältlich.

Kupfer hat endgültig ausgedient Bearbeiten

Die Nachkriegsjahre bedeuten das Ende der Kupferverarbeitung bei Hünersdorff-Bührer. Zunächst aber steht auch für die Firma die Rückkehr zur wirtschaftlichen Normalität im Vordergrund. Während schwerwiegende Probleme wie Personal- und Materialknappheit sowie die grassierende Inflation mit Hingabe und Innovationsgeist überwunden werden, beschließt die Geschäftsführung, dass Metall schrittweise durch Plastik abgelöst werden soll.

Mit der Einführung von Plastik als Herstellungsrohstoff kann die Firma ihre Produktpalette ausbauen. Jetzt stellt Hünersdorff-Bührer neben Haushaltswaren auch Benzinkanister, Maßgefäße, Sichtboxen und Sortimentskästen her.

Umfirmierung Bearbeiten

1969 bekommt das Unternehmen einen neuen Namen und heißt ab sofort hünersdorff. Der Betrieb wird in Form einer GmbH weitergeführt. In den Folgejahren arbeitet hünersdorff an der Entwicklung seines Rufs als Partner für den Fachhandel und Baumärkte. Hierfür baut das Unternehmen sein Produktprogramm weiter kontinuierlich aus.

Eröffnung des neuen Zentrallagers Bearbeiten

Um im umkämpften Markt seine Stellung weiter auszubauen, entscheidet sich hünersdorff zum Bau eines Zentrallagers. Auf einer Fläche von etwa 6.000 Quadratmetern können ab 1995 mehr als 1.200 verschiedene Artikel auf 7.000 Palettenplätzen gelagert werden. Dank innovativer Kommunikation, die via Standleitung mit der Vertriebsabteilung erfolgt, kann hünersdorff ab sofort Lieferzeiten von weniger als 48 Stunden garantieren.

Das neue Jahrtausend: Investition, Innovation, Umweltschonung Bearbeiten

2003 hat sich hünersdorff in der Sparte Kraftstoffkanister endgültig zum europaweiten Marktführer entwickelt. Ein Jahr später beginnt die systematische Erneuerung des Maschinenparks. Die Firma investiert in 14 neue Blas- und Spritzgussmaschinen. Somit stehen nun rund 40 Spritzguss- und Blasformmaschinen in den Fertigungshallen in der Eisenbahnstraße.

Mit der Inbetriebnahme der mitentwickelten ONI-Wärmerückgewinnungsanlage setzt hünersdorff ab 2006 auf das Konzept Energieersparnis. Hierzu wird die kostenlose Abwärme zur Beheizung der Produktionshallen und Büroräume in der Verwaltung genutzt. 2007 können hünersdorff-Kunden erstmals im Internet einkaufen: Das Unternehmen bietet sein komplettes Sortiment mit mehreren Webshop-Partnern in verschiedenen Ländern online an.


hünersdorff heute Bearbeiten

Die hünersdorff GmbH gehört zu den wichtigsten mittelständischen Arbeitgebern in Ludwigsburg. Mit der Herstellung von Kunststoffprodukten für den Alltagsgebrauch beschäftigt das Unternehmen in den Bereichen Verwaltung, Vertrieb, Entwicklung und Fertigung 120 Mitarbeiter. Die Firmenzugehörigkeit beträgt durchschnittlich zwölf Jahre.

hünersdorff beliefert weltweit mehr als 2.500 Kunden. Besonders beim Fachhandel sind hünersdorffs Produkte gefragt. In der Sparte Kraftstoffkanister ist das Ludwigsburger Traditionsunternehmen europaweit führend.

Technische Teile Bearbeiten

Auf Wunsch stellt die hünersdorff GmbH auch Kunststoffprodukte nach Kundenspezifikation her. Dies geschieht auf modernen Battenfeld-Spritzgießmaschinen mit einer Schließkraft von zwischen 400 und 4.500 kN. Die Blasanlagen haben ein Blasvolumen von 0,1 bis 100 Liter. Bei der Fertigung seiner technischen Teile arbeitet hünersdorff mit bekannten Werkzeugmachern aus der Region zusammen. Dadurch können Projekte in kürzester Zeit umgesetzt werden.

Die Fertigung kundenspezifischer Artikel erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen Auftraggeber und Hersteller in allen Phasen der Vorbereitung und Produktion. Die Produktionswerkzeuge werden von hünersdorff selbst entwickelt. Als Vorlage hierfür dienen Zeichnungen oder 3D-Daten. Für die Anfertigung von Prototypen stellt hünersdorff Teile im Laser-Sinterverfahren her.

Zur schonenden und fachgerechten Behandlung der technischen Teile werden die Werkzeuge der Kunden in einem feuerfesten Lager mit Brandmeldeanlage untergebracht.

Maschinenpark Bearbeiten

Die hünersdorff GmbH verfügt über 20 Spritzgussmaschinen mit einer Schließkraft von zwischen 40 und 5.000 kN sowie 18 Blasmaschinen mit einer Schließkraft von zwischen 60 und 600 kN und einem Blasvolumen von 100 ml bis 120 Liter. Um mit den steigenden Qualitätsanforderungen und der ständig zunehmenden Nachfrage Schritt zu halten, investiert hünersdorff ununterbrochen in neue Maschinen und Technologien.

Produktpalette Bearbeiten

In den Produktionshallen der hünersdorff GmbH werden mehr als 1.000 Artikel in Serie gefertigt. Dazu zählen Zubehör für Kfz-Werkstätten und Tankstellen (Ölmaßgefäße samt Zubehör, Messkannen, Ölkannen, Kundendiensteimer, Öler, Fettpressen), Laborartikel (Ballons, Fässer, Trichter, Flaschen, Armaturen, Abfüllschaufeln) sowie Bedarf für den Einzelhandel (Kraftstoff- und Wasserkanister samt Zubehör, Industrieeimer, Sichtboxen, Regalboxen, Sortimentskästen, Transportboxen, Gerätekisten, Magazine, Werkzeugkoffer, Eurobehälter).

Zum Einsatz kommen die Produkte aus Ludwigsburg vornehmlich in der Industrie, in Laboren, Handwerksbetrieben und in Büros, an Tankstellen und in Kfz-Werkstätten, Hotels und Restaurants. Aber auch im Einzelhandel (Baumärkte, DIY, Discounter, Gartencenter, Fachgeschäfte für Motoristen, Auto- und Motorradzubehör,), in Webshops, im Versandhandel, bei Kataloganbietern sowie in der Forstwirtschaft sind hünersdorffs Produkte allgegenwärtig.

Das grüne hünersdorff Bearbeiten

Als tief am Ort verwurzelter Mittelstandsbetrieb setzt die hünersdorff GmbH seit vielen Jahren im Sinne der Nachhaltigkeit verstärkt auf die Ressourcenschonung und den Umweltschutz. So werden beim Fertigungsablauf mit der neuen Blasanlage im Vergleich zu herkömmlichen Blasmaschinen 35 Prozent Energie eingespart – allein deshalb, weil die Anlage vollelektrisch und nicht durch Hydraulikpumpen angetrieben wird.

Weitere Energie spart man in der Eisenbahnstraße mit der Wärmerückgewinnungsanlage ein, die 2007 in Betrieb genommen wurde und an deren Entwicklung die Ingenieure von hünersdorff mitgewirkt haben. Das Prinzip ist ebenso einfach wie kosteneffektiv: Anstatt die bei der Fertigung entstehende Energie in die Atmosphäre zu pusten, wird die Wärme in die Heizungsanlage eingespeist. Jetzt braucht hünersdorff zum Heizen seiner Büroräume und Fertigungshallen keine fossilen Brennstoffe mehr zu bunkern, sondern ist komplett selbstversorgend.

Die bei der Fertigung entstehenden Kunststoffabfälle landen bei hünersdorff nicht im Mülleimer, sondern werden, zermahlen und zu Re-Granulat verarbeitet, in den Fertigungszyklus zurückgespeist. Damit spart das Unternehmen Material ein und trägt gleichzeitig seinen Teil zur Umweltentlastung bei.

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