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Friedrich Balling (*1. September 1803 in Gabrielahütten bei Rothenhaus in Nordböhmen; †17. August 1859 in Krumau in Südböhmen) war ein österreichischer Chemiker, Hüttendirektor und von 1852 bis 1859 Zentaldirektor eisenverarbeitender Werke.

LebenBearbeiten

Als Absolvent des Polytechnikums in Prag wurde Friedrich Balling, ein Sohn des Chemikers Michael Balling (1776 – 1848), im Jahre 1823 Praktikant im Montanwerk Zbirow bei Pilsen in Böhmen unter seinem Vater k.k. Oberhüttenamts-Direktor Michael Balling. In den Jahren 1828 und 1829 war Friedrich Balling Kontrolleur der Eisenhütte Mitrowitz, 1829 bis 1836 Hüttenverwalter in Neustadtl in Mähren, 1836 - 1839 Amtsverwalter der Graf Kolowrat´schen Eisenhütte Rosahütte in der Herrschaft Solnitz (Solnice) in Ostböhmen. Er wurde 1840 bis 1842 Direktor der Eisenwerke Plan und Schlackenwerth bei Karlsbad in Westböhmen und anschließend 1842 bis 1852 Direktor des Eisenwerkes Adolfsthal bei Krumau. Im Jahre 1852 trat Friedrich Balling in den Dienst des Fürstenhauses Schwarzenberg als Zentraldirektor der montanistischen Werke mit Verwaltungssitz in Krumau in Südböhmen, ein.

FamilieBearbeiten

Friedrich Balling ist der ältere Bruder des Chemiker Karl Josef Napoleon Balling, Professor und Rektor des Polytechnikums in Prag und Onkel des Chemikers Karl Albert Max Balling, Professor an der Bergakademie Pribram in Böhmen. Aus seiner Ehe mit Anna Hartig († Krumau 1887) stammt der Sohn Friedrich Balling, *1834 (Vrist bei Neustadtl in Mähren) †1896, Fürst Schwarzenberg´scher Bergdirektor in Schwarzbach bei Krumau in Südböhmen.

LiteraturBearbeiten

  • Schematismus des Königreiches Böhmen für das Jahr 1838, herausgegeben von der böhmischen Gesellschaft der Wissenschaften, Prag. Friedrich Balling, Rosahütte, Herrschaft Solnitz, 1838.
  • Deutsches Geschlechterbuch, Band 172 (45. Allgemeiner Band) C.A.Starke Verlag Limburg an der Lahn, 1975, Stammfolge Ebenhöch, Ebenhöh, Ebenhoch von Hocheneben aus Hohenfels in der Oberpfalz. Balling Seite 234, 267, 286 und 287.
  • Helene Bruscha: Das Neumann´sche Haus in Krumau in Böhmen und die Familien Balling, Ebenhöch, Neumann, Reising von Reisinger, Haslinger und Rosenauer, in: Archiv für Familiengeschichtsforschung, 9. Jahrgang, 2005, Seite 22 bis 36, Balling Seite 34, C.A.Starke Verlag, Limburg an der Lahn [1]

Nachweise Bearbeiten

  1. Friedrich Balling

Handschriftliche AufzeichnungenBearbeiten

  • Anton Balling, * 1869 (Postelberg in Böhmen) + 1927, kaiserlich königlicher Notar und Enkel des Friedrich Balling (1803 – 1859): Vervielfältigtes Manuskript: 200 Jahre Familiengeschichte, zusammengesteltt im Jahre 1907 in Zuckmantel in Schlesien mit Ergänzungen aus dem Jahre 1918 in Römerstadt in Mähren.
  • Emil van der Abeele (1872 – 1952): Genealogischer Nachlass im Sudetendeutschen genealogisches Archiv in Regensburg in Bayern, Namensträger Balling in Böhmen.
  • Sudetendeutscher Museums- und Archivverein e.V., München, Namensträger Balling in Böhmen.
  • Dienstakten der Beamten des Fürstenhauses Schwarzenberg, Staatliches Archiv (Schloßarchiv) in Krumau in Südböhmen, Namensträger Balling.


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