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Ernst & Young Schweiz
Rechtsform Ltd.
Sitz Zürich
Mitarbeiter

2.000

Branche Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Transaktionsberatung, Beratung
Website

www.ey.com/ch

Die Schweizer Ernst & Young-Gruppe mit Hauptsitz in Zürich erzielte im Geschäftsjahr 2010 einen Umsatz von 507 Mio. CHF und belegt somit in der Schweiz den zweiten Platz unter den grössten Wirtschaftsprüfungsgesellschaften.

Ernst & Young ist an 11 Niederlassungen in der Schweiz und Liechtenstein präsent: Aarau, Basel, Bern, Genf, Lausanne, Lugano, Luzern, St. Gallen, Vaduz, Zug und Zürich.

Dienstleistungsangebot Bearbeiten

Das Dienstleistungsangebot der Ernst & Young AG umfasst die Wirtschaftsprüfung, prüfungsnahe Beratung, Steuer- und Rechtsberatung sowie Beratung in den Bereichen Transaction Advisory Services und Real Estate. Es richtet sich sowohl an grosse als auch an mittelständische Unternehmen aus der Industrie und dem Finanzsektor.

Firmengeschichte – Ernst Young in der Schweiz Bearbeiten

Die Gründung der Verwaltungs-, Revisions- und Treuhand AG, Basel, die 1919 in Allgemeine Treuhand AG (im Folgenden wird die Abkürzung «ATAG» verwendet) umbenannt wurde, erfolgte am 6. März 1917 durch die Basler Handelsbank.

Aufstieg und Wachstum – Unternehmensentwicklung im Wirtschaftsboom der Nachkriegszeit Bearbeiten

Am 21. November 1945 gelang es dem damaligen ATAG-Verwaltungsratspräsidenten, Dr. Manfred Hoessly, mit dem Schweizerischen Bankverein einen Kaufvertrag über das Mehrheitspaket der Aktien abzuschliessen, die wiederum 1958 mehrheitlich in die Manfred-Hoessly-Stiftung überführt wurden.

Diese Unabhängigkeit war zu jener Zeit eine Besonderheit unter den Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, mit Vor- und Nachteilen für den Geschäftsgang: Das Unternehmen verlor zwar den quasi automatischen Zugang zu den Bankkunden. Jedoch konnte man gleichzeitig ein Renommee als besonders unabhängige Prüfungsgesellschaft aufbauen, was insbesondere im Bereich der mittleren Unternehmen Vertrauen einbrachte.

Zunehmende Internationalität des Geschäfts – Organisatorische Herausforderungen Bearbeiten

Im Jahr 1960 sah sich die ATAG-Unternehmensleitung veranlasst, zusammen mit der global tätigen Revisionsgesellschaft Arthur Young & Company, New York, eine Gesellschaft zur Prüfung amerikanischer Unternehmen in der Schweiz zu errichten. 1964 trat man schließlich dem Unternehmensverbund «Arthur Young & Company International» bei.

Die weitere Entwicklung dieses Unternehmensverbunds konnte von der ATAG im europäischen Kontext massgeblich mitgestaltet werden. Dies war nicht zuletzt notwendig, um den Anforderungen der Schweizer Kunden gerecht zu werden, die sich zunehmend im europäischen Ausland engagierten. Auf der einen Seite gab es vor allem unter den kontinentaleuropäischen Mitgliedsgesellschaften innerhalb von «Arthur Young & Company International» ein starkes Bedürfnis nach engerer Kooperation. Auf der anderen Seite wurde offensichtlich, dass Arthur Young nur durch europäische Unterstützung diesen Markt entwickeln konnte. Daher wurde eine Regionalorganisation gebildet, die im Jahr 1982 Niederlassungen in 19 europäischen Ländern unterhielt und mehr als 7000 Mitarbeitende zählte, wobei die Schweiz, die Niederlande und Deutschland gemeinsam die Führungsrolle einnahmen. ATAG-Chef Peider Mengiardi stellte eine der treibenden Kräfte innerhalb dieser Regionalorganisation dar und war darüber hinaus auf globaler Ebene Mitglied in den massgeblichen Gremien des Arthur-Young-Verbunds, sowie später im Strategieausschuss bei Ernst & Young International. Er verfolgte für die ATAG die Strategie, der Internationalisierung durch die Kooperation mit bereits bestehenden ausländischen Treuhandgesellschaften aus dem Arthur-Young-Verbund Herr zu werden. Der Ansatz aus den 1960er Jahren – die Gründung eigener kleinerer Treuhandunternehmen im Ausland, namentlich in Italien, Frankreich und Deutschland – wurde in den 1980er und 1990er Jahren fallen gelassen.

Fusion und Integration – die Ernst & Young AG in der Schweiz Bearbeiten

1989 fusionierten Arthur Young International und Ernst & Whinney International zu Ernst & Young. Um die Einbindung in das neue Unternehmen auch nach aussen zu dokumentieren, nannte sich die ATAG seit Mai 1991 «ATAG Ernst & Young AG». Im Jahr 2000 wurde mit der Umbenennung in «Ernst & Young AG» der endgültige Schritt in diesem Namensgebungsprozess vollzogen. Die 2008 gegründete EMEIA-Organisation ist der vorläufig letzte Meilenstein in der internationalen Integration.

Auf Erfahrungen mit neuen Kolleginnen und Kollegen konnte man indessen zurückgreifen, als Ernst & Young in der Schweiz im Jahr 2002 die Arthur-Andersen-Mitarbeitenden in das eigene Unternehmen integrierte.

Im Januar 2009 übernahm Bruno Chiomento die Funktion des CEO, Thomas Stenz fungiert seit Juli 2009 als VRP.

Datei:Ernst & Young Zürich.jpg

Ernst & Young goes Zürich West Bearbeiten

Im Sommer 2011 wird die Ernst & Young AG die neue Unternehmenszentrale in Zürich beziehen. Das Gebäude mit dem Namen „Platform“ ist das horizontale Gegenstück zum Prime Tower. Das siebengeschossige Geschäftshaus besitzt einen dreieckigen Grundriss auf einer Fläche von 6600 m². Zentrum des Gebäudes bildet ein von oben belichtetes Atrium. Die Bauarbeiten haben anfangs 2009 begonnen und sollen im Frühling 2011 abgeschlossen sein.

Globalisierung Bearbeiten

EMEIA Area Bearbeiten

Die Ernst & Young Landesgesellschaften in Europa, Mittleren Osten, Indien und Afrika schlossen sich im Juli 2008 zu einer operativen Einheit zusammen (EMEIA). Damit entstand eine Organisation, die mehr als 67.000 Mitarbeiter besaß und im Geschäftsjahr 2010 einen Umsatz von 9,5 Milliarden US-Dollar erwirtschaftete. Das Geschäft in der Schweiz wird von der Ernst & Young AG geführt, die gesellschaftsrechtlich und vertraglich in die EMEIA-Organisation integriert ist und zur „sub-area“ GSA (Germany, Switzerland, Austria) gehört.

Entrepreneur des Jahres Bearbeiten

Seit 1998 veranstaltet die Ernst & Young AG in der Schweiz den Unternehmerwettbewerb „Entrepreneur Of The Year“ in den Kategorien Industrie, Dienstleistungen, Emerging Entrepreneur sowie HighTech/Life Sciences Eine unabhängige Jury bestimmt die Sieger des Wettbewerbs. Der Preis würdigt die Leistung von Unternehmerpersönlichkeiten, die an der Spitze mittelständischer Unternehmen stehen und sich durch herausragende wirtschaftliche Erfolge und aussergewöhnliches Wachstum auszeichnen.

Weblinks Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten


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